Orientierungslauf einmal anders:
Orientierungslauf einmal anders:
Mittwoch, 06. Juni 2007
Team-Trainingstool für Studierende an der FH Salzburg
Welche interessanten Möglichkeiten die Sportart Orientierungslauf als Lerntool bietet, konnten am 6.6.2007 rund 100 Studierende des Studiengangs BWI an der Fachhochschule Salzburg erfahren. Im an die Volksschule Puch angrenzenden Wald- und Augebiet nahmen sowohl Vollzeit- als auch berufsbegleitende angehende Betriebswirtschafts- und Informationsmanagerinnen und -manager an einem Teamtraining teil, dessen Basis der O-Laufsport war. Es ist dies bereits das fünfte Mal, dass diese in Österreich vermutlich einmalige Unterrichtsform für Studierende der FH Salzburg stattfindet.
Die besondere Eignung von Orientierungslauf als innovatives Management-Trainingstool ergibt sich schon durch die grundsätzliche Ausrichtung. Menschen bewegen sich in einem ihnen noch unbekannten Gebiet, um bestimmte Ziele zu erreichen. Dazu gibt es immer mehrere Möglichkeiten und die Entscheidung für die optimalste erfolgt unter hohem Zeitdruck. Wer den Spagat zwischen ausgereifter Entscheidung und rascher, konsequenter Umsetzung nicht schafft, muss seine Fehlentscheidungen unmittelbar selbst ausbaden. Inkonsequenz, Zaudern, Wechsel der einmal festgelegten Strategie während der Durchführung ohne Not, all diese fatalen Managementfehler führen auch beim O-Sport zu Zeitverlusten.

Das Teamtraining der FH Studenten umfasst aber noch einiges mehr. An bestimmten anzulaufenden Zielposten sind Fragen aus allen Fachgebieten des BWI-Studiums zu beantworten, die von den Fachbereichsleitern des Studiengangs erstellt werden. Je nach korrekter oder falscher Beantwortung der Frage verkürzt oder verlängert sich die Laufstrecke des Teams. 6 Teams (3x Berufsbegleitend und 3x Vollzeit) bilden jeweils 4 Staffeln zu 3-5 Personen, die der Reihe nach die gestellten Aufgaben zu bewältigen haben. Das Team mit der insgesamt kürzesten Zeit und allen korrekt in der richtigen Reihenfolge angelaufenen Zielen gewinnt.

Damit steht und fällt das Gesamtergebnis mit der optimalen Zusammensetzung der vier Kleingruppen entsprechend der vorhandenen Ressourcen. Begleitende Hilfestellung für diesen Teambildungsprozess gibt es im Unterricht vor dem Bewerb. Im Rahmen einer Nachbesprechung werden dann pro Team die Erlebnisse in der Gruppe aufgearbeitet.
Nach einem sehr spannenden Verlauf bis ganz zum Schluss setzte sich heuer knapp ein Team der Vollzeit-Studierenden vor einem berufsbegleitenden Team durch. Doch zufrieden zeigten sich letztendlich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie ein paar Stimmen zu der Veranstaltung zeigen: «Tolle Kombination von Theorie und Praxis...», «Kreativer Ansatz zur Wissenvermittlung!», «Für mich einer der wertvollsten Bestandteile im Curriculum des 4. Semesters...».
© Florian Elstner (Presseaussendung v. 11.6.2007)
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